Havelberg entdecken

Luftaufnahme der Hansestadt Havelberg: Stadtinsel mit Dom, Brücken und Havel

Die Hansestadt Havelberg liegt malerisch an der Havel, bevor der Fluss bald nach der Stadt in die Elbe mündet. Weit bekannt ist unser Dom, der über allem thront, und die zahlreichen Feste. Die Stadtinsel ist ein beliebter Ort zum Spazierengehen und Wohnen. Vollständig von Wasser umgeben, über vier Brücken erreichbar. Was für eine besondere Atmosphäre! Hier findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und praktische Informationen.

Sehenswürdigkeiten & Orte

Klick auf einen Marker öffnet den Hinweis zur Sehenswürdigkeit. Kartenmaterial: OpenStreetMap.

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Die kleine Geschichte von Havelberg

Manche Gäste kommen nur zufällig, auf dem Weg nach oder von Tangermünde, und bleiben erstaunt stehen: eine Stadtinsel, ein Dom über dem Wasser, ruhige Straßen. Havelberg wirkt entspannt und hat eine eigene harmonisch-positive Kraft. Viele wollen wiederkommen.

Schon in slawischer Zeit war Havelberg ein zentraler Ort. 948 wurde das Bistum unter Otto I. gestiftet. Das erste östlich der Elbe. Nach dem Slawenaufstand 983 konnten die Bischöfe lange nicht residieren. 1129 wurde der Prämonstratenser Anselm Bischof; nach 1147 ließ er Dom und Stiftsgebäude bauen. Die Basilika wurde 1170 geweiht. Der Dombrand 1279 führte zu einem starken Umbau bis etwa 1330. Reiche Einnahmen aus dem Wallfahrtsort Wilsnack finanzierten im Mittelalter unter anderem den großen Lettner.

Marktplatz und Rathaus Havelberg um 1912, im Hintergrund die Laurentiuskirche
Markt und Rathaus um 1912, im Hintergrund der Turm der Laurentiuskirche

Den Kern bildet die Altstadt auf der Insel in der Havel. Bis 1876 war allein diese Insel die eigentliche Stadt; am Domberg lagen die Berggemeinden und der Dombezirk mit eigener Verwaltung. Im 14. Jahrhundert war Havelberg Mitglied der Hanse und ist es seit 2008 wieder. Fischerei, Holz-, Salz- und Getreidehandel prägten das Leben. 1627 brannte die Stadt im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig nieder.

Ende des 17. Jahrhunderts entstand eine kurfürstliche Schiffswerft an der Havel. 1716 besuchte Zar Peter der Große die Stadt und traf hier den preußischen König Friedrich Wilhelm I. Havelberg blieb lange Garnisonsstandort.

Gasthof zur goldenen Krone in Havelberg, 1935, mit Personal und Kindern vor dem Fachwerkhaus
Gasthof zur goldenen Krone in der Lange Straße 7, 1935, mit Autoverleih und Ausspannung

Die beiden Weltkriege haben Havelberg weitgehend verschont. Zerstört wurden das Hotel Kronprinz und das Café Giese; die Brücken zur Stadtinsel wurden gesprengt und später wiederaufgebaut. Deshalb wirkt das Ensemble aus Stadtinsel, Bischofsberg, Weinberg und Domviertel so geschlossen. Es steht als Denkmalbereich unter Schutz (Fassaden, Fenster, Dächer), ergänzt durch zahlreiche Einzeldenkmale. Der Stadtbrand von 1870 und der Zusammenschluss von Dombezirk und Berggemeinden 1876 veränderten den Ort, ohne die historische Struktur auszulöschen.

Havelberger Dom und Bischofsberg von der Dombrücke aus, 2026
Dom und Bischofsberg von der Dombrücke, 2026

Seit 1750 zieht der Pferdemarkt (im Volksmund zwischenzeitlich auch Heiratsmarkt) Gäste an. Der Termin am ersten Septemberwochenende ist geblieben. Dom, Prignitz-Museum und Flusslandschaft verbinden Geschichte und Natur.

Weitere Seiten zu Gärten, Brücken, Fähre, Spielplätzen und mehr werden nach und nach ergänzt.